Der Skandal bei der WfMB darf nicht ohne Folgen bleiben!

Die Ex-Geschäftsführerin der Werkstatt für Menschen mit Behinderungen (WfMB) hat sich nicht nur über Jahre ein völlig überzogenes Gehalt von zuletzt mehr als 300.000 Euro p. a. gegönnt, sondern, wie sich jetzt herausstellt, auch in Luxus geschwelgt. Wie die Medien unter Berufung auf einen Prüfbericht des Rechnungsprüfungsamtes übereinstimmend berichten, floss der Champagner im wahrsten Sinne des Wortes in Strömen, Designer-Luxusmöbel gehörten zur Büroausstattung und die Spesenabrechnungen beinhalteten teuere Übernachtungs- und Bewirtungsbelege. Edle Geschenke für den Aufsichtsrat, gegen dessen Ex-Vorsitzenden und Ex-Stadtdirektor ebenfalls ermittelt wird, standen zudem auf der Tagesordnung.

Das alles ist den übrigen Mitgliedern des Aufsichtsrates vor allem den beauftragten Wirtschaftsprüfern nicht aufgefallen und verdächtig vorgekommen? Kaum zu glauben…

Nicht nur um solche Skandale auf Kosten behinderter Menschen in Zukunft zu verhindern fordern wir die Wiedereinführung einer sogenannten „Antikorruptionsstelle“ bei der Stadtverwaltung. Eine Stelle, an die sich Jedermann – notfalls auch anonym – wenden kann, sobald er den begründeten Verdacht auf Unregelmäßigkeiten innerhalb der Verwaltung hat. Eine solche Antikorruptionsstelle hat es bei der Stadt Duisburg schon einmal gegeben – sie wurde sang- und klanglos wieder abgeschafft.