Spannungsfeld Migration – wie wir die Probleme lösen wollen

Spannungsfeld Migration – Wie wollen Sie die Probleme lösen? Diese Frage stellte uns die Redaktion der NRZ/WAZ. Nachfolgend unsere Antwort:

„Ob man in Duisburg auf der Sonnen- oder Schattenseite lebt, steht und fällt mit dem Stadtteil indem man wohnt. Im zweigeteilten Duisburg entsteht hochwertige Wohnbebauung am Kaiserberg in Duissern, im Angerbogen und in Wedau.

Aber wer baut in Obermarxloh, Hochfeld, Hochheide, Beeck und Marxloh? Hier leben 40 Prozent der Kinder in einer Familie, die von der Sozialhilfe abhängig ist. Wer in Marxloh einst Häuser baute und Immobilien erwarb, um sich seine Zukunft zu sichern und Altersarmut vorzubeugen, muss mit ansehen, wie ein Stadtteil bundesweit mit dem Begriff „Verwahrlosung“ in die Schlagzeilen gerät.

Neben der Angst um die eigene Sicherheit grassiert dort auch die Angst um die eigene Zukunft. Ein Stimmungscocktail indem Toleranz und Akzeptanz nicht auf fruchtbaren Boden fallen. Mit kommunalen Mitteln ist dieses Problem nicht mehr in den Griff zu kriegen. Die Bürgerlich-Liberalen (BL) fordern deshalb zunächst eine offene Diskussion, bei der kritische Stimmen nicht sofort als Extreme betrachtet werden. Land- und Bund sind in der Pflicht, Schulen vor dem Kollaps zu bewahren, um Integration eine Chance zu geben, sowie Ordnungs- und Sicherheitsbehörden ausreichend personell auszustatten, um die Einhaltung geltender Regeln zu kontrollieren. Parallel dazu braucht Duisburg massive Investitionsprojekte, die eine weitere Aufspaltung in arme und reiche Stadtteile vermeiden.